45-Stunden-Einsatz wegen Sprengstoff-Depot

- Riesiges Sprengstoff-Depot in Becherbach Foto: P. Köhler
Am Wochenende hielt «Pulver-Kurt» ein ganzes Dorf in Atem: Die Polizei hat bei einem Waffennarr im rheinland-pfälzischen Becherbach ein riesiges Sprengstoff- und Munitionslager entdeckt. Damit Experten die rund 40 Kilo explosives Material sprengen konnten, mussten am Wochenende alle 600 Bewohner ihre Häuser und das Dorf verlassen. Insgesamt waren 120 Einsatzkräfte von DRK, Feuerwehr, Malteser und Polizei im Einsatz. Nach ca. 45 Einsatzstunden konnte die Einsatzabschnittsleitung "Gesundheit" den Einsatz erfolgreich beenden.
Die Polizei geht vom größten Waffen- und Sprengstoff-Fund bei einem Privatmann in Deutschland aus.
Einsatzschwerpunkt für den Sanitätsdienst war die Organisation und Durchführung der Evakuierung von nicht gehfähigen und pflegebedürftigen Personen. Die besondere Herausforderung lag in der Kürze der Zeit, in der der Ort geräumt werden musste. Nachdem in jedem Haus durch Feuerwehr und Sanitätspersonal abgefragt wurde, ob die Bewohner medizinische Hilfe benötigen, wurden zehn Personen mittels Rettungswagen und Personentransportern von der Wohnung zu geeigneten Einrichtungen, wie Krankenhäusern und Pflegeheimen gebracht.
Für einen übergewichtigen Einwohner wurde der Schwerlastrettungswagen aus Ludwigshafen angefordert. Nachdem keine weiteren Sprengungen mehr nötig waren, konnten die Bewohner von Becherbach am Sonntagmorgen wieder in ihre Häuser zurückkehren.
Wilfried Diepers aus der Einsatzabschnittsleitung Gesundheit hob hervor: "Dieser Einsatz wäre ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer von DRK, Maltesern, Feuerwehr und auch der Bevölkerung nicht möglich gewesen."

